Petit Jean, Geiger aus big, kam einjt von einer Bauernfirmes. Unter: wegs begegnete ibm ein vornebmer Herr auf präctigem Roſſe. Da der Junker einen Muſikanten in ibm erkannte, fragte er ihn, ob er nicht mit ihm geben wolle, um die Nacht bindurh Muſik zu machen. „Warum nicht ?” ſagte Petit jean. — „Was muß ich dir denn geben, um die ganze Nacht zu muſi— cieren ?’— „Eine Piſtole“, war die Antwort. Der Herr reichte ibm das Gold: ftüd und nahm ibn zu fich aufs Pferd, und da ging es buch! wie der Wind, Petit Jean dachte: „Wo joll das hin?“ Auf einmal ward haltgemadt, und der Geiger wurde in einen großen glänzenden Saal geführt, wo er auf einen erhöhten Pla gewiejen wurde und feine Tänze zu jpielen begann. Als nad einer Weile fih alles im Saale freudig bewegte, tanjte eine Dame an dem Geiger vorbei, in der er feine Frau zu erfennen glaubte; da rief er ver: wundert aus: „Jeſus, Maria, Joſeph! die Tame da gleicht meiner Frau !“ Plötzlich war alles jtodfinjter, und der arme Petit Jean ſaß auf dem Balken eines Galgens. Er kletterte glücklich binunter und fagte auf dem Heimweg mehrmals: „Zu feinem mehr aufs Pferd“.
Mitteilung des Lehrers Brandenburg zu Burglinfter.

