Einige junge Burſchen von Biſſen büteten einjt die Pferde auf dem seld und jpielten zum Zeitvertreib Karten; ein Gentime war der Einjat. Ueber eine Weile bemerkten jie, daß ein Gentime im Einſatze feble, und es entitanden Streitigkeiten, da feiner den Gentime erjegen wollte. „Wenn ich nicht eingeſetzt habe“, rief einer, „ſo ſoll mich der Teufel holen!“ Bald nach— ber kam ein ſtattlicher Herr dahergeritten, näherte ſich den Spielern und ergriff den Lügner und Flucher beim Schopf, um ihn zu ſich aufs Pferd zu ziehen. Da ſchrie der Angegriffene: „Laß mich los, oder ich ſchlag dich des Teufels!“ Aber alles Geſchrei half nichts; der Reiter wollte ſeine Beute nicht fahren laſſen. Da lief einer der Kameraden herzu und warf dem Gefangenen ſeinen Roſenkranz um den Hals. Nun ließ ihn der Fremde los und ritt ſeiner Wege.
Sogleich nahmen die Burſchen ihre Pferde zuſammen und wollten nach Hauſe fahren; aber der Weg war ihnen verſperrt von einer Schar ſchwarzer Hunde. Auf einem Umwege erreichten ſie das Dorf. Zu Hauſe angekommen, hatte der Schuldige noch kaum Zeit, die hl. Sterbeſakramente zu empfangen, und ftarb vor Schreden, denn es war außer Zweifel, daß der Teufel felbit es war, der den Flucher beim Schopf hatte.
J. B. Klein, Pfarrer, nad einem Manuſtript von P. Bies, Pfarrer.

