Der Berggeist, der in den Silberwerken von Markirch waltet, verkehrte einst viel mit den Menschen und tat ihnen Liebes und Gutes, erntete aber dafür nichts als Undank.
Als er eines Tages die schöne Tochter eines Bergmanns gesehen hatte, bat er sie um ihre Liebe; allein sie verschmähte ihn, und seit jenem Tage verschloss er sich ins Innere des Berges und verschüttete alle Gruben, so dass die Bergwerke stillstanden.
Nur ein einziges Mal zeigte er sich noch, gab dem Mädchen eine künstlich in Silber gearbeitete Rose und verschwand sodann für immer.
Die silberne Rose, welche bis auf den heutigen Tag im Besitz der Nachkommen des Mädchens sein soll, von ihnen aber als ein Geheimnis verwahrt und niemandem gezeigt wird, öffnet sich jedes Mal, wenn der Familie ein Glück zuteilwerden soll, und schließt sich, wenn sie ein Unglück treffen soll. Es wird hinzugesetzt, dass man den Geist noch oft im Berge hämmern höre, und dass er einst die reichen Silberadern wieder öffnen werde.


