Die Legende von Jekel, dem Zauberer von Ettelbrück [Colmar-Berg / canton de Diekirch / Luxembourg]

Veröffentlicht am 3. Januar 2026 Themen: 11 vues

Tod in den Schmieden
Tod in den Schmieden. Source OpenAI
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Source: Gredt, N. (Dr.) / Sagenschatz des Luxemburger Landes (moins d'1 minute)
Contributeur: Fabien
Ort: La vieille forge / Colmar-Berg / canton de Diekirch / Luxembourg
Ort: Rue de Buerden / Ettelbrück / canton de Diekirch / Luxembourg

  1. Die Sage vom Jekel.

Es iſt noch nicht jo lange ber, da joll in Ettelbrüd ein Mann, namens Jekel, gelebt baben, welcher Zauberkraft bejaß und die Bewohner Ettelbrüds oft foppte. So joll einmal ein Mebger, namens Mai, von Burjcheid ge: fommen jein, wobin er ſich begeben batte, um ein Kalb zu kaufen. Unver: richteter Sache mußte er zurüdfebren. Während er rubig dabinjchritt, jab er auf dem Wege, der durch die Bürderbeden führt, ein Kalb laufen. Da es ihön war, lief er jogleich demjelben nad, nahm es in den Strid und fübrte es vergnügt nah Haufe. Eben war er bei Ettelbrüd angelangt, als ſich plöglih das Kalb in einen Mann verwandelte und fjagte: „Mai, du bajt mich lange genug geführt, jet gebit du nah Haufe und ich“. Das war der Seel. s

Die Fiſcher hatten aber am meiſten vom Jekel zu erdulden. So joll er einem Fiſcher in Geftalt eines großen Hundes nachgegangen jein, und jo oft der Fiſcher einen Fiih gefangen, jei der Hund binzugejprungen und babe den Fiſch im Nu verichlungen. Der Fiſcher gab fih alle Mübe, den Hund fortzutreiben, allein immer vergebens. Einmal aber traf er des Hundes Schatten mit dem Neke, und plöglih war der Hund verſchwunden und fam nie wieder. Der Hund aber war der Jekel.

Bejonders batte Jekel es darauf abgejeben, den Leuten Furdt einzu: jagen, So lag er oft in Geftalt eines Feuerſtrahls quer in dem Wege, der nah Warfen führt (im Efer), bejonders an den Sonntagabenden, wenn die Warker in die Abendandacht kamen. Oft lag er au in Geſtalt einer Kate „abends an einer Straßenede und jpudte Feuer, wenn Leute kamen. Spielten die Kinder auf dem Marktplage, dann wimmelte es oft dajelbit von Kanin— hen, wodurch die Kinder in Angit und Schreden gerieten. Das war wieder Jekels Wert.

„jetels böjem Lebenslauf jollte do bald ein Ende gemacht werden. Eines Tages jchlief er nämlich in der Nähe des Hüttenwerfes von Kolmar— Berg. Die Schmiede fanden ihn und fagten: „O Jekel, du baft die Leute genug geplagt und gequält, jegt jollit du deinen Lohn bekommen“. Alsdann nahmen fie ihn und warfen ihn in den Slühofen, wo er jämmerlih umkam.


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