La légende du pouce de Saint-Thiébaut [Thann / Haut-Rhin / France]

Publié le 11 septembre 2024 Thématiques: Anneau , Arbre , Baton , Chapelle , Choix emplacement , Construction , Domestique | Serviteur , Eglise , Evèque , Fièvre , Générosité , Légende chrétienne , Lieu miraculeux , Lumière , Maladie , Miracle , Mort , Origine , Origine d'un lieu de culte , Origine d'un nom , Origine d'une ville , Pèlerinage , Récompense , Relique , Saint | Sainte , Saint Thiébaut , Signe divin , Voeu , Voyage , 159 vues

Saint-Thiébaut à la collégiale Saint-Thiébaut
Saint-Thiébaut à la collégiale Saint-Thiébaut. Source Thomas Bresson, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
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Source: Wetterlé, Émile (abbé) / Notre Alsace, notre Lorraine (moins d'1 minute)
Contributeur: Fabien
Lieu: Collégiale Saint-Thiébaut / Thann / Haut-Rhin / France

La légende de Saint-Thiébault, à Thann, symbolise la fécondité de la terre d'Alsace, si puissante que tout ce qui s'y implante en prend le caractère et la pensée.

Un serviteur de saint Thiébault, évêque de Gubbio, en Ombrie, au moment où il vit son maître glacé par la mort, lui avait pieusement tranché le pouce pour l'apporter à l'église de son village natal, dans les Flandres. Nuit et jour, il marchait, le bâton à la main.

Un soir, brisé de fatigue, il s'assit au pied du château d'Engelbourg, planta en terre son bâton au bout duquel il suspendit la relique et s'endormit. A son réveil, il voulut arracher son bâton et reprendre sa route. Le bâton avait poussé à la fois de profondes racines et des feuilles frémissantes. C'était déjà un arbre pareil aux plus gais du voisinage. On comprit que la relique voulait demeurer en ce lieu.

Que de choses admirables implantées en Alsace-Lorraine s'y sont de même épanouies avec une force miraculeuse, conformément à la nature même du pays : les arts, les sciences, l'industrie, l'amour de la France, particulièrement indéracinable !

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Source: Mündel, Curt / Die sagen des Elsasses (moins d'1 minute)
Contributeur: Fabien

Theobaldus oder Ubaldus, auch Dieboldus genannt, ein frommer Bischof, lebte zu Eugubin in Umbria zu Anfang des zwölften Jahrhunderts in sonderbarer Andacht und Heiligkeit; also zwar, daß er auch die bösen Geister mit seiner bloßen Gegenwart erschreckte und auf seinen Befehl von Stund an aus den besessenen Leibern weichen machte. Alles, was er hatte, gab er den Armen; für sich aber behielt er nichts als für die höchste Notdurft und ein einziges schlechtes Ruhebettlein, auf welchem er bei achtzehn Jahre mit dem Fieber hart geplagt und krank darnieder gelegen.

Nun hatte Theobaldus einen Knecht, der ihn in diesem mühseligen Zustand mit vieler Liebe und Treue versorgte, ohne daß derselbe außer Kost und Obdach irgend etwas als Lohn empfangen hätte; auch war wenig für ihn zu hoffen, worüber er sich manchmal Gedanken machte, wenn er an sein eigenes Alter dachte und an die Beschwerlichkeiten, denen er vielleicht noch ausgesetzt würde.

Solches vermerkte nun Theobaldus im Geiste an seinem Diener und sagte einstmals zu ihm: „Mein lieber und getreuer Knecht, sei getrost und laß dich meine Armut, so ich mir freiwillig und Gott zu lieb ausgebürdet habe, nicht bekümmern; der Herr, dem du und ich dienen, wird dir den Lohn, den ich dir nicht bezahlen kann, mit zeitlichen und ewigen Mitteln reichlich ersetzen. Jedoch, damit du nicht gar leer und unbelohnt von mir abweichest, so nimm dir, wenn ich auf dem Totenbett liegen werde in meinem bischöflichen Ornate, den goldenen Ring von meinem rechten Daumenfinger hinweg und gehe damit in Gottes Namen davon in deine Heimat; Gott wird dein Geleitsmann sein und Belohner.“

Theobaldus starb, wie er es vorhergesagt hatte, am 16. Mai 1161. Der treue Diener wachte und betete allein bei dem Leichname seines seligen Herrn und Bischofs, und seines Wortes eingedenk, wollte er ihm unter vielen Tränen und Zittern den Ring vom Daumen abstreifen. Er zog daran; aber wie groß war sein Schrecken, als nicht nur der Ring, sondern auch das obere Gelenk des Fingers in seiner Hand blieb! Er faßte sich jedoch und dachte, daß dies der Wille Gottes und ein Zeichen sei, daß die Worte seines Herrn in Erfüllung gehen sollten.

Er nahm nun das Heiligtum zu sich und verschloß es sorgsam in den obersten Knopf seines Stabes, tat ein Pilgerkleid an und zog getrost durch Wälschland, über das hohe Alpengebirge und kam den ersten Heumonat glücklich bis in den Flecken Alt-Thann. Als er denselben durchschritten hatte und noch denselben Tag über die Steig, oder das lothringische Gebirg, bei Urbis gelangen wollte, fühlte er in der großen Hitze Mattigkeit und Schlaf. Er stellte seinen Stab an einen Tannenbaum, mitten im Walde, der sich damals zu beiden Seiten des Tals und südlich hin bis in die Ebene erstreckte, und legte sich nieder, um eine Weile in der Kühle auszuruhen.

Die Sonne wollte schon untergehen, als er wieder aufwachte und nach seinem Stabe griff, um seine Reise fortzusetzen. Allein, o Wunder! der Stab ließ sich nicht bewegen und war wie am Baume angewachsen; auch versuchte es der Diener vergeblich, den Knopf zu öffnen und sein heiliges Kleinod herauszunehmen. Er geriet in Schrecken und verzweifelte beinahe an der Wahrhaftigkeit seines Herrn. Er lief in großen Ängsten im Walde umher und rief die Wald- und Bauersleute zusammen, die auch bald in großer Menge herbeiströmten, das Wunder anzusehen.

Gegen der Stelle über, wo dasselbe geschah, auf dem nahen Bergschlosse, Engelburg genannt, residierte dazumalen der Landesherr Graf Engelhard oder Friedrich der Jüngere von Pfirt. Derselbe sah zu einem Fenster seines Gemaches hinaus und gewahrte drei hellglänzende Lichter über einem großen Tannenbaum im Walde hinschweben. Da däuchte es ihn, es möchte sich daselbst etwas Seltsames begeben, und ehe der Tag zu bleichen begann, eilte er mit seinem ganzen Ingesinde zu dem Orte hin, wo er eine Menge Volks von nahe und von fern her um den Baum versammelt fand. Er vermerkte alsobald mit seinen Geistlichen, daß dieses Wunder und die ganze Begebenheit, die ihm der traurige und verwirrte Pilgersmann erzählte, ein Fingerzeig des Himmels sei.

Er gebot also der ganzen Versammlung, auf die Knie zu fallen, und nachdem er laut gebetet hatte, gelobte er, Gott und dem heiligen Theobaldus zu Ehren, eine Kapelle oder Kirchlein an dem Orte zu bauen und das Heiligtum darin zur allgemeinen Verehrung auszusetzen. Mit diesem Gelübde und mit glaubensvollem Herzen stand er auf und ergriff den Stab, der sich sogleich wegnehmen und öffnen ließ.

Die heilige Reliquie wurde unterdessen in der Pfarrkirche von Alt-Thann aufbewahrt und sodann nach der neuerbauten Kapelle gebracht, an deren Stelle sich später das wundervolle Münster erhob.

Den Pilger aber behielt der Graf lange Zeit in seinem Schlosse und entließ ihn endlich mit reichen Geschenken, als er begehrte, in seine Heimat zurückzukehren.

Die Wunderzeichen, welche die Reliquie verrichtete, zogen immer mehr und mehr Pilger aus allen Ländern, selbst bis aus den nordischen Seeländern, herbei. Nach und nach wurde der ganze Wald an der Talmündung gelichtet und Häuser gebaut, und es entstand die Stadt Neu-Thann, jetzt nur geradeweg Thann genannt, welche, zur Erinnerung an das wundervolle Ereignis, eine Tanne im Wappen führt; auch auf den daselbst von 1418 bis 1628 geschlagenen Münzen ist eine Tanne abgebildet.

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Source: Mündel, Curt / Die sagen des Elsasses (moins d'1 minute)
Contributeur: Fabien

Theobaldus oder Ubaldus, auch Dieboldus genannt, ein frommer Bischof, lebte zu Eugubin in Umbria zu Anfang des zwölften Jahrhunderts in sonderbarer Andacht und Heiligkeit; also zwar, daß er auch die bösen Geister mit seiner bloßen Gegenwart erschreckte und auf seinen Befehl von Stund an aus den besessenen Leibern weichen machte. Alles, was er hatte, gab er den Armen; für sich aber behielt er nichts als für die höchste Notdurft und ein einziges schlechtes Ruhebettlein, auf welchem er bei achtzehn Jahre mit dem Fieber hart geplagt und krank darnieder gelegen.

Nun hatte Theobaldus einen Knecht, der ihn in diesem mühseligen Zustand mit vieler Liebe und Treue versorgte, ohne daß derselbe außer Kost und Obdach irgend etwas als Lohn empfangen hätte; auch war wenig für ihn zu hoffen, worüber er sich manchmal Gedanken machte, wenn er an sein eigenes Alter dachte und an die Beschwerlichkeiten, denen er vielleicht noch ausgesetzt würde.

Solches vermerkte nun Theobaldus im Geiste an seinem Diener und sagte einstmals zu ihm: „Mein lieber und getreuer Knecht, sei getrost und laß dich meine Armut, so ich mir freiwillig und Gott zu lieb ausgebürdet habe, nicht bekümmern; der Herr, dem du und ich dienen, wird dir den Lohn, den ich dir nicht bezahlen kann, mit zeitlichen und ewigen Mitteln reichlich ersetzen. Jedoch, damit du nicht gar leer und unbelohnt von mir abweichest, so nimm dir, wenn ich auf dem Totenbett liegen werde in meinem bischöflichen Ornate, den goldenen Ring von meinem rechten Daumenfinger hinweg und gehe damit in Gottes Namen davon in deine Heimat; Gott wird dein Geleitsmann sein und Belohner.“

Theobaldus starb, wie er es vorhergesagt hatte, am 16. Mai 1161. Der treue Diener wachte und betete allein bei dem Leichname seines seligen Herrn und Bischofs, und seines Wortes eingedenk, wollte er ihm unter vielen Tränen und Zittern den Ring vom Daumen abstreifen. Er zog daran; aber wie groß war sein Schrecken, als nicht nur der Ring, sondern auch das obere Gelenk des Fingers in seiner Hand blieb! Er faßte sich jedoch und dachte, daß dies der Wille Gottes und ein Zeichen sei, daß die Worte seines Herrn in Erfüllung gehen sollten.

Er nahm nun das Heiligtum zu sich und verschloß es sorgsam in den obersten Knopf seines Stabes, tat ein Pilgerkleid an und zog getrost durch Wälschland, über das hohe Alpengebirge und kam den ersten Heumonat glücklich bis in den Flecken Alt-Thann. Als er denselben durchschritten hatte und noch denselben Tag über die Steig, oder das lothringische Gebirg, bei Urbis gelangen wollte, fühlte er in der großen Hitze Mattigkeit und Schlaf. Er stellte seinen Stab an einen Tannenbaum, mitten im Walde, der sich damals zu beiden Seiten des Tals und südlich hin bis in die Ebene erstreckte, und legte sich nieder, um eine Weile in der Kühle auszuruhen.

Die Sonne wollte schon untergehen, als er wieder aufwachte und nach seinem Stabe griff, um seine Reise fortzusetzen. Allein, o Wunder! der Stab ließ sich nicht bewegen und war wie am Baume angewachsen; auch versuchte es der Diener vergeblich, den Knopf zu öffnen und sein heiliges Kleinod herauszunehmen. Er geriet in Schrecken und verzweifelte beinahe an der Wahrhaftigkeit seines Herrn. Er lief in großen Ängsten im Walde umher und rief die Wald- und Bauersleute zusammen, die auch bald in großer Menge herbeiströmten, das Wunder anzusehen.

Gegen der Stelle über, wo dasselbe geschah, auf dem nahen Bergschlosse, Engelburg genannt, residierte dazumalen der Landesherr Graf Engelhard oder Friedrich der Jüngere von Pfirt. Derselbe sah zu einem Fenster seines Gemaches hinaus und gewahrte drei hellglänzende Lichter über einem großen Tannenbaum im Walde hinschweben. Da däuchte es ihn, es möchte sich daselbst etwas Seltsames begeben, und ehe der Tag zu bleichen begann, eilte er mit seinem ganzen Ingesinde zu dem Orte hin, wo er eine Menge Volks von nahe und von fern her um den Baum versammelt fand. Er vermerkte alsobald mit seinen Geistlichen, daß dieses Wunder und die ganze Begebenheit, die ihm der traurige und verwirrte Pilgersmann erzählte, ein Fingerzeig des Himmels sei.

Er gebot also der ganzen Versammlung, auf die Knie zu fallen, und nachdem er laut gebetet hatte, gelobte er, Gott und dem heiligen Theobaldus zu Ehren, eine Kapelle oder Kirchlein an dem Orte zu bauen und das Heiligtum darin zur allgemeinen Verehrung auszusetzen. Mit diesem Gelübde und mit glaubensvollem Herzen stand er auf und ergriff den Stab, der sich sogleich wegnehmen und öffnen ließ.

Die heilige Reliquie wurde unterdessen in der Pfarrkirche von Alt-Thann aufbewahrt und sodann nach der neuerbauten Kapelle gebracht, an deren Stelle sich später das wundervolle Münster erhob.

Den Pilger aber behielt der Graf lange Zeit in seinem Schlosse und entließ ihn endlich mit reichen Geschenken, als er begehrte, in seine Heimat zurückzukehren.

Die Wunderzeichen, welche die Reliquie verrichtete, zogen immer mehr und mehr Pilger aus allen Ländern, selbst bis aus den nordischen Seeländern, herbei. Nach und nach wurde der ganze Wald an der Talmündung gelichtet und Häuser gebaut, und es entstand die Stadt Neu-Thann, jetzt nur geradeweg Thann genannt, welche, zur Erinnerung an das wundervolle Ereignis, eine Tanne im Wappen führt; auch auf den daselbst von 1418 bis 1628 geschlagenen Münzen ist eine Tanne abgebildet.

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Langues disponibles: Deutsch Français English
Source: Mündel, Curt / Die sagen des Elsasses (3 minutes)
Contributeur: Fabien
Lieu: Collégiale Saint-Thiébaut / Thann / Haut-Rhin / France

Théobald, ou Ubald, que l’on nommait aussi Diebold, était un pieux évêque vivant à Gubbio, en Ombrie, au début du XIIe siècle, dans une sainteté et une ferveur extraordinaires. Sa seule présence suffisait, disait-on, à épouvanter les mauvais esprits, et, sur son ordre, ils quittaient aussitôt les corps des possédés. Tout ce qu’il possédait, il le donnait aux pauvres ; pour lui-même, il ne gardait que le strict nécessaire et une pauvre petite couche sur laquelle, durant dix-huit années, il avait souffert du feu de la fièvre.

Or Théobald avait un serviteur qui, dans ce pénible état, le soignait avec un grand amour et une fidélité parfaite, sans avoir jamais reçu d’autre récompense que le vivre et le couvert. Il se demandait parfois ce qu’il adviendrait de lui dans sa vieillesse, et comment il supporterait encore les épreuves à venir.

Théobald devina ces pensées et lui dit un jour : « Mon cher et fidèle serviteur, prends courage, et ne te laisse pas troubler par ma pauvreté, que j’ai choisie librement pour l’amour de Dieu. Le Seigneur que nous servons l’un et l’autre te rendra largement, dans le temps comme dans l’éternité, le salaire que je ne puis te payer. Cependant, afin que tu ne me quittes pas tout à fait sans récompense, lorsque je serai couché sur mon lit de mort dans mes ornements épiscopaux, prends l’anneau d’or qui est à mon pouce droit et retourne avec lui, au nom de Dieu, dans ton pays. Dieu sera ton guide et ton rémunérateur. »

Théobald mourut, comme il l’avait prédit. Son fidèle serviteur veilla seul près du corps de son saint maître et évêque ; se souvenant de ses paroles, il voulut, en pleurant et en tremblant, retirer l’anneau de son pouce. Mais quelle ne fut pas sa terreur lorsque non seulement l’anneau, mais aussi la première phalange du doigt lui resta dans la main ! Il se ressaisit pourtant et pensa que c’était là la volonté de Dieu et le signe que les paroles de son maître devaient s’accomplir.

Il prit donc la relique, la cacha soigneusement dans la pomme supérieure de son bâton, revêtit un habit de pèlerin et s’en alla courageusement à travers l’Italie, puis par les hautes Alpes. Au premier mois des foins, il arriva heureusement au bourg d’Alt-Thann. Après l’avoir traversé, il voulut encore, le même jour, gagner la Steig, c’est-à-dire la montagne lorraine, vers Urbès. Mais, accablé par la chaleur, il fut pris de fatigue et de sommeil. Il appuya son bâton contre un sapin, au milieu de la forêt qui couvrait alors les deux versants de la vallée et s’étendait au sud jusque dans la plaine, puis se coucha pour se reposer un instant à l’ombre.

Le soleil allait déjà se coucher quand il se réveilla et voulut reprendre son bâton pour poursuivre sa route. Mais — ô miracle ! — le bâton ne bougeait plus : on eût dit qu’il avait poussé avec l’arbre. Le serviteur essaya aussi en vain d’ouvrir la pomme du bâton pour en retirer la sainte relique. Saisi d’effroi, il erra dans les bois, presque désespéré de la vérité des paroles de son maître, et appela les gens de la forêt et les paysans, qui accoururent bientôt en foule pour voir le prodige.

En face du lieu où cela se passait, dans le château voisin nommé Engelbourg, résidait alors le seigneur du pays, le comte Engelhard, ou Frédéric le Jeune, de Ferrette. Regardant par la fenêtre de sa chambre, il aperçut trois lumières éclatantes flotter au-dessus d’un grand sapin dans la forêt. Il pensa aussitôt qu’un événement étrange devait s’y être produit et, avant même l’aube, il se rendit sur place avec toute sa suite. Il y trouva une foule de gens venus de près et de loin autour de l’arbre. Après avoir entendu le pèlerin, triste et bouleversé, lui raconter toute l’histoire, le comte comprit avec ses clercs que ce miracle était un signe du ciel.

Il ordonna alors à toute l’assemblée de s’agenouiller ; puis, après avoir prié à haute voix, il fit vœu d’élever à la gloire de Dieu et de saint Théobald une chapelle ou petite église sur ce lieu, afin d’y exposer la relique à la vénération de tous. À peine ce vœu prononcé avec foi, il saisit le bâton, qui aussitôt se laissa prendre et s’ouvrit.

La sainte relique fut d’abord conservée dans l’église paroissiale d’Alt-Thann, puis portée dans la chapelle nouvellement construite, à l’endroit où s’éleva plus tard le merveilleux minster.

Le comte garda longtemps le pèlerin dans son château, puis le laissa enfin repartir vers sa patrie, chargé de riches présents.

Les miracles opérés par la relique attirèrent des pèlerins toujours plus nombreux, venus de toutes les contrées, jusqu’aux îles de la mer du Nord. Peu à peu, toute la forêt à l’entrée de la vallée fut défrichée, des maisons furent bâties, et la ville de Neu-Thann, aujourd’hui simplement Thann, vit le jour. En souvenir de cet événement merveilleux, elle porte un sapin dans ses armoiries ; et même les monnaies qui y furent frappées de 1418 à 1628 montrent un sapin.


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