Dies ist die Geschichte von Fischern.
Diese beiden Fischer, bei denen es sich um einen Mann und seine Frau handelte, beschlossen, beim Schein von Fackeln zu fischen. Sie sammelten daher trockene Blätter von Kokospalmen und fertigten daraus Fackeln an. Dann warteten sie, bis es Nacht geworden war, und begannen mit dem Fischfang. Nachdem sie genügend Fische gefangen hatten, kehrten sie nach Hause zurück. Sie bereiteten ihren Fang zu, und als sie gerade essen wollten, sagte die Frau zu ihrem Mann: „Geh und wecke die Kinder, damit sie zum Essen kommen.“ Der Vater antwortete: „Das ist nicht nötig. Lass sie schlafen, und lass uns essen.“
Die Kinder, die gar nicht schliefen, hatten das Gespräch ihrer Eltern gehört. Das Verhalten ihres Vaters ihnen gegenüber verletzte sie, und so beschlossen sie, das Elternhaus unverzüglich zu verlassen und vor solch selbstsüchtigen Eltern zu fliehen. Die Eltern aßen unterdessen ruhig weiter, weil sie glaubten, ihre beiden Kinder schliefen, obwohl diese bereits geflohen waren.
Nachdem sie ihre Mahlzeit beendet hatten, kehrten die Eltern in ihre Hütte zurück und stellten fest, dass ihre beiden Kinder verschwunden waren. Als sie sie zum Himmel fliehen sahen, versuchten sie, ihnen zu folgen und sie einzuholen, doch vergeblich. Die Kinder blieben ihnen stets voraus, während die Eltern ihnen in einiger Entfernung folgten.
Sie riefen ihnen zu: „Pipiri, kommt zu uns zurück!“ Die Kinder aber antworteten: „Wir werden nicht zu euch zurückkehren. Der Fischfang bei Fackelschein ist undankbar: Er lässt die Kinder Hunger leiden. Deshalb werden sie im Himmel Zuflucht suchen, und von nun an wird man dort Matarii¹ oben und Pipiri ma² darunter sehen.“
Aus Verzweiflung fassten diese beiden Kinder den Entschluss, ihre Eltern zu verlassen³.
¹ Eine Gruppe von Sternen.
² Ma zeigt an, dass Pipiri von einer weiteren Person begleitet wird.
³ Eine Legende der Bewohner der Insel Huahine.