Vor Zeiten zählten die Markircher Silberbergwerke zu den an Silber reichhaltigsten in Europa. Damals ließen die frommen Bergknappen, um ihren Dank gegen die Mutter Gottes, ihre Beschützerin, zu bezeugen, ein Marienbild aus gediegenem Silber anfertigen, und die Ausbeute ihrer Gruben ward immer ergiebiger.
Da kamen aber Krieg und Hungersnot über das Land, und in ihrem Elend nahmen die Bergleute das Bild von der heiligen Stätte und ließen Geld daraus prägen.
Von dieser Stunde an wurden die Silberadern täglich ärmer, sodass es sich in jetziger Zeit der Mühe nicht mehr lohnt, dieselben auszubeuten.


