Einige mutwillige Knaben von Oberlarg liefen eines Tages den Furchen nach und über das Feld dem Mörsperger Schlosse zu. Am Rain, wo das Schloßbächlein vorüberfließt, sahen sie etwas Glänzendes, wie Silbergeld. Sie fielen darüber her und hatten es bald zusammengerafft. Allein kaum war dies geschehen, so wurden sie alle stockblind.
Nun wußten sie nicht mehr, wo aus und wo hin. Endlich nahm derjenige, der es schon eingesteckt hatte, das Geld in seine linke Hand und in die rechte einen geweihten Rosenkranz, streckte beide Hände aus und rief mit lauter Stimme: „Jetzt, Teufel, nimm, was du willst!“ Auf das Wort waren sie wieder sehend.


