Im Lachtelweiher unweit von Kirchberg, einem Dorfe im Masmünsterthale, ist ein böser, menschenfeindlicher Geist, der im tiefen Wassergrunde späht nach einem lebensmüden Wanderer. Er ruft, pfeift, singt und lockt so lange, bis sich derselbe in seiner Verzweiflung in die Flut wirft. Da erhebt er dann ein höllisches Gelächter; die Wellen brausen, schäumen, drehen sich in Wirbelkreisen und werfen den Leichnam auf den grauen Granitsand des Ufers.
Da müssen nun die armen Seelen umgehen bis an der Welt Ende. Würfe aber einer einmal einen goldenen Teller in den Lachtelweiher, so wären die armen Seelen ein für allemal erlöst.


